Lebenslauf Sascha Urban

Design · Forschung · Digitale Fertigung

Innenarchitekt (M.A.) und Schreinergeselle – ich entwerfe, entwickle und baue an der Schnittstelle von Gestaltung und Technologie.

 

Kurzprofil

Innenarchitekt (M.A.) und Designer mit handwerklicher Basis als Schreinergeselle. Ich entwerfe Möbel, Objekte und Wohnraumkonzepte und setze sie selbst um – von der Idee über das digitale Modell bis zum fertigen Prototyp.

Seit über zehn Jahren verbinde ich an der Hochschule Mainz Forschung, Lehre und Fertigung. Ich habe das Robotik-Labor von Grund auf aufgebaut und das Forschungsprojekt Endoframe in Konstruktion und Design maßgeblich mitentwickelt. Heute leite ich die Werkstatt für Digitale Fertigung (CNC, Robotik, 3D-Druck), plane die neue Werkstatt einschließlich der Maschineninvestitionen und entwickle Lehrformate, in denen Studierende neue Technologien gestalterisch erproben.

Berufserfahrung

seit 01/2020 · Leitung Werkstatt Digitale Fertigung und wissenschaftlicher Mitarbeiter

Hochschule Mainz, Fachbereich Gestaltung (Innenarchitektur)

Planung der neuen Werkstatt (Hochschulumzug, seit ca. 2018)

/// Zentrale Koordination: Abstimmung mit externen Ingenieurbüros, Hochschulverwaltung und Fachbereich
/// 
Marktsichtung, Einholung von Angeboten, Bewertung und Auswahl der Maschinentechnik
///
Planung und Durchführung der öffentlichen Ausschreibung eines 5-Achs-CNC-Bearbeitungszentrums: Leistungsverzeichnis,
Bewertungskriterien, Herstellervergleich, Abstimmung mit der Vergabestelle
/// Erarbeitung des Sicherheitskonzepts in Abstimmung mit der Sicherheitsfachkraft

Werkstattbetrieb und Budget

/// Technischer und organisatorischer Betrieb: CNC-Fräsen, Industrieroboter (KUKA), FDM-, Resin- und SLS-3D-Druck /// Budgetverantwortung für das Haushaltsprojekt „Forschungsprofil Robotik“ (Sachmittel, jährliche Abrechnung)
/// Akquise und Abwicklung externer Fertigungsaufträge, u. a. für die Stadt Mainz und das Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA)
///
Entwicklung von Fertigungsparametern und Druckprofilen für unterschiedliche Materialien und Maschinen

Lehre und Ausbildung

/// Konzeption und Durchführung eigener Lehrformate (siehe Projekte und Lehrformate)
/// Lehre: CAD 1 (Rhinoceros, Vectorworks), digitale Modeling, Möbeldesign
///
Maschinenschulungen für Studierende verschiedener Studiengänge
///
Ausbildung studentischer Tutor*innen an den Maschinen, die anschließend selbst Studierende einweisen
///
Technische Betreuung von Studierenden- und Forschungsprojekten von der Datenaufbereitung bis zur Fertigung

seit 2013 · Selbständiger Designer und Innenarchitekt – SpanwerkSpanwerk (nebenberuflich)

/// Entwurf und Entwicklung von Wohnraumkonzepten für private Auftraggeber
/// Entwurf, Konstruktion und Fertigung von Einzelmöbeln
/// Begleitung vom Konzept über die Werkplanung bis zur Fertigung; seit 2018 größere Projekte

01/2016 – 12/2019 · Forschungsassistent „Robolab“

Hochschule Mainz, Fachbereich Gestaltung

/// Konzeption und Aufbau des Robotik-Labors von Grund auf
/// Robotergestützte Fertigung, CNC-Technik, 3D-Druck und Prototyping in Forschung und Lehre

01/2015 – 12/2015 · Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Hochschule Mainz, Fachbereich Gestaltung

/// CNC-Technik, 3D-Druck und Prototyping; parallel zum Masterstudium
/// 
parallel: Schreiner in Teilzeit, Schreinerei Kleinknecht, Mainz-Kastel

04/2011 – 12/2014 · Freie Mitarbeit Innenarchitektur (studienbegleitend)

Geiger Raumkonzepte, Wiesbaden

/// Leistungsphasen 1–3 (Grundlagenermittlung bis Entwurf), 5 (Ausführungsplanung) und 8 (Objektüberwachung)

2005 – 2008 und 2009 – 2010 · Schreinergeselle

Schreinerei Josef Räpple, Gengenbach

/// Möbelbau, Ladenbau, Sondermöbelbau, Innenausbau, Montage, Formmöbel, CNC-Bearbeitung

Projekte und Lehrformate

Forschung

Endoframe · Forschungsprojekt, Hochschule Mainz · Jahr: 2018-2020 Maßgebliche Mitentwicklung mit Schwerpunkt Konstruktion und Design. Vorgestellt im ZEIT-Forschungskosmos der Hochschule Mainz.

Eigene Lehrformate

/// digital Textiles (Technologie und Anwendung)

Studierende entwickeln innerhalb von 20 Arbeitsstunden anhand bestimmter Werkzeuge (Rhino) eine Grundstruktur die einem Stoff ähnelt. Mittels des 3D-Drucks wird das Objekt realisiert.

/// digital Surfaces 1 (Technologie und Anwendung)

Studierende entwickeln innerhalb von 20 Arbeitsstunden annalog natürliche Oberflächen. Sie beobachten ihre Umwelt und entdecken alltagsgegenstände die interessant in ihrer Oberflächen Struktur sind. Die Strukturen werden mittel 3D-Scan digitalisiert und auf format gebracht. Das Grundformat ist eine Fliese von 100x100mm. Diese Fliese kann skaliert oder verzerrt werden und anschließend mittels des 3D-Drucks hergestellt.

/// digital Surfaces 2 (Technologie und Anwendung)

Studierende entwickeln innerhalb von 20 Arbeitsstunden annalog natürliche Oberflächen. Sie habe als Werkzeug eine kleine Sandkiste 300x300mm. In den Sand müssen nur mittels Altagsgegenstände Strukturen eingearbeite werden. Die Strukturen werden mittel 3D-Scan digitalisiert und auf format gebracht. Das Grundformat ist eine Fliese von 100x100mm. Diese Fliese kann skaliert oder verzerrt werden und anschließend mittels des 3D-Drucks hergestellt.

/// PlatteDeluxe (Möbelprojekt Semester 1)

Studierende des ersten Semester habe bei diesem Projekt standard Holzplattenmaterialien erforscht. Jenseits der üblichen Anwendungen suchte man nach Alternativen. Hier wurden keine Grenzen gesetzt, da auch in der Zerstörung neues zu finden ist.
Ziel war es Möbel oder Produkte spielerrisch auf neuen Wegen zu entecken und den Studierenden zu zeigen das man „Out of the Box“ denken soll.

/// Paper-Light (Möbelprojekt Semester 1)

Papier ist allgegenwärtig. Studierende des Ersten Semester mussten bei dieser Aufgabe neue Verarbeitungsmethoden und Anwendungen erforschen um später ein Produkt, Möbel oder eine Installation zu entwickeln. Papier scheint nur auf den ersten Blick limitiert. Mit den richtigen Anwendungen schafft man eine Vielzahl von Möglichkeiten. Dabei enteckten die Studenten das Falten aber auch den Umgang mit Pressen. Sie entwickelten eigene Verfahren und Werkzeuge um ihr Projekt zu realisieren.

 

/// Lückenfüller (Möbelprojekt Semester 1)

Studierende des ersten Semester druften sich in diesem Kurs mit der Alltagslücke beschäftigen. Da kann eine Raumlücke aber auch eine Soziallücke oder ähnliches sein. Ziel war es die Lücke zu finden, Sie zu analysiren und dann ein Konzept zu entwickeln. Anhand des Konzepts wurde dann das Möbel/Produkt entwickelt. Das Material und die Funktion war frei wählbar. Wobei die Studierenden hier angeleitet worden sind Materialien zu wählen die der Funktion entgegenkommen.

 

 

 

Ausbildung

2013 – 2016 · Master of Arts Innenarchitektur · Hochschule Mainz

Note 1,3. Themenfeld „Kommunikation im Raum“. Masterarbeit Garden Connection: Konzeption und Aufbau eines interaktiven Spiels auf einer ungenutzten Gartenfläche der Lebenshilfe Frankfurt.

2010 – 2013 · Bachelor of Arts Innenarchitektur · Hochschule Mainz

Note 1,7. Bachelorarbeit Blackbox: interaktives Aufbauen von Freizeitelementen.

2008 – 2009 · Fachhochschulreife (Vollzeit) · TG-Offenburg, Offenburg

2002 – 2005 · Ausbildung zum Schreiner · Schreinerei Josef Räpple, Gengenbach

2002 · Mittlere Reife · Realschule Gengenbach

 

Kompetenzen

/// Gestaltung: Möbel- und Objektentwurf, Wohnraum- und Innenraumkonzepte, Konstruktion

/// Fertigung: 5-Achs-CNC-Bearbeitung, Industrierobotik (KUKA), additive Fertigung (FDM, Resin, SLS), Prototypen- und Modellbau;
Massivholz, Plattenwerkstoffe, Kunststoffe, Hartschaum

/// Organisation: Werkstattleitung, Budgetverantwortung, öffentliche Beschaffung, Kundenaufträge und Kalkulation, Anleitung von                              Tutor*innen

/// Lehre: CAD, digital Modeling, Möbelentwurf, Maschinenschulung

Software

CAD/3D

/// Rhinoceros +++
/// Vectorworks +++
/// Vellum ++

CAM/CNC

/// Ency/Sprutcam +++
/// DeskProto +++
/// PentaNC +++

3D-Druck

/// Cura +++
/// Bambustudio +++
/// Creatware +++

Grafik/Office

/// Photshop ++
/// Indesign ++
/// Illustrator ++
/// Word ++
/// Excel ++
/// Miroboard ++
/// Teams ++

Sprachen

/// Deutsch: Muttersprache
/// Englisch: gute Kenntnisse, sicher in Fachgesprächen